Weißt du noch, wo du warst als du zum ersten Mal von KI gehört hast? Ich schon. Es war 2022, eine Fortbildung in Fulda. Die Dozentin öffnete ChatGPT vor uns — und ich saß da und dachte einfach nur: Wow.
Nicht wow im Sinne von „das verändert alles“. Eher dieses leise, staunende Wow wenn du etwas siehst das du nicht einordnen kannst. Das Gefühl kannte ich vorher kaum.
Vom Ausprobieren zum echten Arbeiten
Ich hab dann erstmal das gemacht, was die meisten tun: ein bisschen rumprobiert, Fragen gestellt, geschaut was rauskommt. War nett. War praktisch. Aber wirklich genutzt? Auch noch nicht so richtig.
Irgendwann kam der Moment, an dem ich angefangen hab, mich ernsthaft damit zu beschäftigen. Du fragst dich vielleicht, warum. Weil es mich einfach nicht losgelassen hat und ich unbedingt wissen wollte, ob es wirklich so toll ist, wie alle sagen. Also hab ich mir Freebies geholt – so mit echten Prompts. Ich wollte verstehen, wie KI eigentlich „denkt“, was sie braucht damit sie wirklich gut funktioniert Und plötzlich war sie kein Spielzeug mehr — sondern ein echtes Werkzeug.
Heute gehört die KI für mich zum Leben einfach dazu. Mittlerweile entwickle ich sogar damit eigene Tools. Crazy!!! Dinge die vor zwei Jahren noch wie Magie geklungen hätten, sind für mich normaler Alltag geworden.
Aber weißt du was sich nicht verändert hat? Ich bin immer noch ich. Ich bin deswegen nicht fake oder unnatürlich geworden. Ich nutze die KI einfach als smarte Unterstützung – um schneller und effektiver zu arbeiten und so mehr freie Zeit genießen zu können.
Und genau da liegt das Missverständnis, das ich immer wieder höre.
Zwei Lager — und keines davon bin ich
Die einen machen alles mit KI. Jeder Post generiert, jeder Text maschinell, kein echtes Wort mehr dahinter. Sogar Videos werden jetzt schon mit Avataren gemacht, manchmal weiß man gar nicht mehr, ob die Person jetzt echt ist oder nicht. Bei Texten finde ich, dass man mittlerweile sofort merkt, wenn ChatGPT da seine „Hände“ im Spiel hat. Irgendwie klingt alles gleich, die gleichen Redewendungen, die gleichen Absätze ohne Wärme, ohne Herz und eigene Persönlichkeit. Auch irgendwie schade, oder?
Dann gibt es da auch noch die andere Seite und zwar die, die KI komplett ablehnen. Es sei alles fake, alles künstlich, kommt mir nicht ins Haus. Bloß weg damit.
Und ich sag es euch ganz ehrlich – ich bin und ich bleibe in der neutralen Mitte. Ich verstehe nämlich nicht, warum immer alles schwarz oder weiß sein muss. Warum muss man etwas Neues immer verteufeln oder andersherum die Personen, die es eben nicht nutzen möchten, hinstellen als seien sie meilenweit hintendran und werden von allen anderen abgehängt? Können wir nicht einfach beide Seiten akzeptieren und unser eigenes Ding machen?
Was KI kann. Und was nicht.
KI kann wirklich gute Ideen und Inspirationen liefern. Sie kann mir helfen wenn ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Sie gibt mir Impulse und hilft mir schneller zu sein oder die vielen Gedanken in meinem Kopf zu sortieren.
Aber meine Erfahrungen mit Klient:innen? Das trägt sie ganz sicher nicht in sich. Die Momente wo ich gemerkt hab, was Menschen wirklich brauchen, um weiterzukommen, um Klarheit zu finden, den nächsten Schritt zu gehen. Das hat keine Maschine erlebt. Das habe ich erlebt. Mit echten Gefühlen und Momenten und diese Lebenserfahrung kann kein ChatGPT, Claude Code usw. ersetzen!
Und gerade wenn du im Gesundheitsbereich arbeitest — als Ärztin, als Coach, als Therapeutin — dann merken die Menschen, ob du wirklich weißt wovon du sprichst. Das spürt man. Das kann keine KI simulieren.
Was ich dir mitgeben will
Wenn du bisher noch nicht mit KI gearbeitet hast: trau dich.
Aber nicht weil es alle anderen tun oder ich es dir sage. Sondern weil es dir echte Freiheit schenken kann — wenn du weißt wie du sie nutzt. Sie ist ein Werkzeug, ein Tool, eine Unterstützung. Und denk dran: Sie wird dich, deinen Charakter und dein Herz niemals erstezen.
Was ich wichtig finde: Mache deine eigenen Erfahrungen. Bilde dir deine eigene Meinung und schau nicht nach rechts oder nach links.
Und bleibe immer eins dabei — du selbst.
Wenn dich das Thema beschäftigt und du nicht weißt wo du anfangen sollst — schreib mir einfach.


